Logistik mit Herz und Verstand
Jeden Frühsommer steht für Klaus Furrer eine logistische Herausforderung an: die Planung der Schülertransporte. Damit alle Kinder und Jugendlichen sicher und zuverlässig zu ihren Schul- und Therapieorten gelangen, müssen individuelle Bedürfnisse, kantonale Vorgaben und diverse Sicherheitsbestimmungen berücksichtigt werden. Trotz der komplexen Verantwortung im Berufsalltag findet der Leiter des Transportbereichs seinen Ausgleich auf zwei Rädern – beim täglichen Fahrradpendeln zur Arbeit.
Mehr als nur Fahrpläne erstellen
Seit fünfzehn Jahren ist Klaus Furrer Teil der Stiftung Schürmatt. In diesem Frühjahr plante er den Transport für 157 Schülerinnen und Schüler, die an sieben verschiedenen Standorten entweder kooperative Angebote in Regelschulen oder heilpädagogischen Schulen besuchen. Täglich werden 13 Tagestouren gefahren – vom Zuhause der jeweiligen Kinder und Jugendlichen zur Schule und zurück.
Die Disposition umfasst nicht nur die Tourenplanung, sondern auch die Erstellung effizienter Fahrpläne für das 16-köpfige Fahrerteam (inkl. drei Springer auf Abruf). Dabei hat die Sicherheit oberste Priorität: Die medizinischen Besonderheiten der Mitfahrenden erfordern individuell angepasste Routen. Rollstuhlhalterungen, Magnetwesten und Gurtsysteme sind Teil des Sicherheitskonzepts.
Auch Fahrten zu den Ateliers, zu Therapien und Transporte an Wochenenden müssen bei der Planung berücksichtigt werden.
Verantwortung für den Fuhrpark
Neben der Tourenplanung betreut Furrer den gesamten Fuhrpark mit 32 Fahrzeugen. Er organisiert anfallende Reparaturen und Servicearbeiten, die obligatorischen Fahrzeugprüfungen sowie Pneuwechsel – damit alles reibungslos läuft.
Die Weiterbildung des Fahrpersonals liegt ebenfalls in seiner Hand: Regelmässige CZV-Kurse und Qualifikationsfahrten nach BPT122 («Berufsmässiger Personentransport») sorgen für Professionalität und Sicherheit auf allen Touren.
Herausforderungen und Ausgleich
Täglich sind schnelle und überlegte Entscheidungen gefragt – sei es bei personellen Engpässen bei den Schülertransporten oder beim Ausbalancieren der Wünsche von Schulen und Erziehungsberechtigten. Letztere bringen zunehmend individuelle Anliegen ein und fordern mehr Mitspracherecht.
Klaus Furrer startet seinen Arbeitstag am liebsten auf zwei Rädern: Der tägliche Tritt in die Pedale schenkt ihm frische Energie und Raum für neue Gedanken. Auch die Zeit mit seiner Familie, das Wandern und das Jassen mit Freunden sind für ihn wichtige Anker – sie tragen wesentlich zu einem ausgewogenen Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben bei.